01.06.2020 - 24.07.2020

Geburtstage im August

 

04.
08.

H.-J. Wolf

20.08.

V. Brauch

26.06.

M. Dreißig

 

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2. Kreisklasse Abschlusstabelle

Saison 19/20

 

 

PLATZ VEREINQUOTIENT
1.TSV Blau-Weiß Brehna IITSV Blau-Weiß Brehna II2,14
2.TSV Mühlbeck IITSV Mühlbeck II2,14
3.FSV SalzfurtkapelleFSV Salzfurtkapelle2,076

 

 

Blau-Weiß Brehna II steht aufgrund der besseren Tordifferenz

vor dem punktgleichen TSV Mühlbeck II.

 


Drei werden eins Fußballverbände Anhalt, Anhalt-Bitterfeld und Wittenberg fusionieren

 

Dessau -

Die Mails an die Vereine gingen am Donnerstagabend raus. Am - und sie enthielten eine Nachricht, die in den kommenden Tagen für viel Gesprächsstoff im Fußball in der Region sorgen wird. In einer gemeinsamen Pressemitteilung haben die Kreisfachverbände Anhalt, Anhalt-Bitterfeld und Wittenberg bekannt gegeben, dass sie fusionieren werden.

Bereits in der Vergangenheit habe es Überlegungen gegeben, einen gemeinsamen Weg zu gehen. „Diese Überlegungen nehmen nun einen konkreten Anlauf“, heißt es in der Mitteilung. „Aus diversen Gründen ist die Zusammenführung dieser drei Verbände sinnvoll.“

 

Fußball ist zwar immer noch das liebste Hobby für Millionen von Menschen, jedoch spiegelt sich das nicht im Kreisfußball wieder. Der demografische Wandel hat seine Spuren hinterlassen. Es gibt immer weniger Nachwuchsteams und sogar -ligen, und auch im Erwachsenenbereich sind die Folgen zu spüren.

 

Kreisfachverband (KFV) Anhalt hatte Probleme, den ordentlichen Spielbetrieb aufrechtzuerhalten

Der Kreisfachverband (KFV) Anhalt zum Beispiel hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Probleme, den ordentlichen Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. Das zeigte sich an der Zunahme von Spielgemeinschaften in allen Spielklassen. Trotzdem nahm die Anzahl der Mannschaften in den Ligen ab.

Der Wittenberger Verband hat die gleichen Probleme. Auch das in der untersten Spielklasse, eingeführte „Norwegermodell“, das eine geringere Spieleranzahl ermöglicht, behebt diese nur übergangsweise. Langfristig sei es keine adäquate Lösung.

Einzig in Anhalt-Bitterfeld ist die Situation derzeit noch stabil, da durch die Verschmelzung der Kreisverbände Bitterfeld und Köthen ein geordneter Spielbetrieb erzielt wurde. „ABI hat die praktische Lösung schon einmal vorgemacht“, sagt Mario Pinkert, der Präsident des KFV Anhalt.

 

Erste Gespräche zwischen den Kreisverbänden gab es Ende letzten Jahres

Ralf Saalbach ist Präsident des KFV in Anhalt-Bitterfeld. Wenngleich der demografische Wandel dort noch keine erheblichen Auswirkungen zeigt, ist er vom Fusionsprojekt überzeugt. „Wir müssen perspektivisch denken“, sagt er. Denn früher oder später hätte auch Anhalt-Bitterfeld Probleme bekommen. Zum Beispiel gibt es in dieser Saison nur vier A-Junioren-Mannschaften im Kreis. Dafür zwar 13 B-Jugend-Teams, jedoch weiß Saalbach: „Die Jungs sind in einem Alter, wo immer ein paar Spieler weggehen.“ Der Präsident sagt: „Es hat sich angeboten, in den Verbänden jetzt schon zusammenzuarbeiten.“

Erste Gespräche zwischen den Kreisverbänden gab es Ende letzten Jahres, im Januar wurde das Thema auch mit dem Präsidium des Landesverbandes FSA analysiert. Mit einem Ergebnis, das ein Handeln unausweichlich werden ließ: Denn die zukünftige Sicherstellung des geordneten und dauerhaften Spielbetriebs, wäre zumindest in den Verbänden Anhalt und Wittenberg „nicht mehr garantiert“, heißt es in der Pressemitteilung. „Im KFV Anhalt und im KFV Wittenberg gibt es jeweils zwei A-Jugend-Mannschaften, die insgesamt knapp 80 Männerteams auffüllen sollen“, sagt Hans-Jürgen Eiserfey, Vizepräsident beim KFV Wittenberg, und betont: „Man muss kein Mathe-Genie sein, um zu sehen, wohin die Reise gehen würde.“

 

Das Ziel ist, dass die Fusion bis zur Serie 2021/22 abgeschlossen ist

Im Gespräch war zunächst auch, die Anhalt-Teams in die anderen Kreisverbände aufzuteilen - jedoch wäre auch das nur kurzfristig eine Lösung gewesen. Und die drei Verbände arbeiten außerdem schon jetzt in Bereichen wie dem Nachwuchs, Schiedsrichterwesen und Frauenfußball zusammen.

In den kommenden Monaten werden noch mehr gemeinsame Arbeitsgruppen zusammenkommen. Das Ziel ist, dass die Fusion bis zur Serie 2021/22 abgeschlossen ist. In der Spielzeit 2020/21 werden im kompletten Gebiet die sportlichen Weichen für die Zukunft gelegt. „Ich glaube“, betont Anhalt-Präsident Mario Pinkert, „dass wir als ein starker Verband aus der Sache herausgehen.“ (mz)